Islandpferde
Da es in Island bis in das späte 19. Jahrhundert weder Straßen noch Brücken gab war das Pferd das einzige Reise- und Transportmittel. Um in dieser harten Umgebung für die Menschen nützlich zu sein, musste das Islandpferd stark, ausdauernd, widerstandsfähig, genügsam und trittsicher sein Heute ist das Islandpferd ca. 1,30 bis 1,46 m groß. Alle Farben sind beim Islandpferd vertreten, es dominieren allerdings Rappen und Füchse. Das Exterieur kann sehr unterschiedlich sein und reicht von kleinen und rahmigen, bis zum hochbeinigen, eleganten Pferd. Genauso groß sind auch die Interierunterschiede. So findet man in dieser Rasse ruhige Lebensversicherungen, genauso wie selbstbewusste Energiebündel oder nervige Sensibelchen.
Neben Exterieur- und Interieurunterschieden ist auch die Gangverteilung beim Islandpferd sehr unterschiedlich. Heute eher selten sind reine Dreigänger (Schritt, Trab, Galopp). Besonders beliebt bei den Einsteigern sind Naturtölter, die eher tölten als traben. Ansonsten unterscheidet man bei den Islandpferden Viergänger und Fünfgänger, die zusätzlich zum Tölt auch noch Rennpass gehen. In dieser rasanten Gangart stößt sich das Pferd mit den beiden Beinen einer Seite ab und landet nach einer Flugphase auf den Beinen der anderen Seite.
Als die ersten Islandpferde vor ca. 40 Jahren nach Mitteleuropa kamen, wurden sie belächelt. Dennoch entwickelte sich nach und nach eine große Islandpferdeszene; heute gibt es über 50.000 Islandpferde in Deutschland. Hauptsächlich wird das Islandpferd als Gelände- und Freizeitpferd genutzt, aber bei den Islandpferde-Reiter wird das Turnierreiten immer beliebter und so gibt es auch immer mehr Sportpferde.
