Amercian Saddlebred Horse
Die Ursprünge der Rasse führt man bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück, die der Gangveranlagung sogar bis ins 17. Jahrhundert. Damals brachten die englischen Siedler Galloways und Hobbies mit in die neue Welt, kleine Robustpferde, die beide Veranlagung zu Pass und Tölt zeigten. Aus Kreuzungen mit größeren niederländischen und französischen Pferden entstand der Narragansett Pacer. Ihn kreuzte man im 18. Jahrhundert mit englischem Vollblut zum Typ des American Saddlebred Horse. Durch das American Saddlebred Horse wurde Kentucky zum größten Pferdezuchtland der USA, aber auch in Missouri, Tennessee und Ohio gründete man Gestüte. Ziel war ein hartes ausdauerndes und vielseitiges Gebrauchs- und Wagenpferd, das aufgrund seines Tölt ideal zu reiten war. So begründet sich auch der Name Saddlebred = für den Sattel gezüchtet, den man in den Südstaaten nur den besonders bequemen Pferden verlieh.
Das Zuchtziel veränderte sich jedoch Mitte des 19. Jahrhunderts: Immer öfter präsentierte man das American Saddlebred Horse auf den landwirtschaftlichen Ausstellungen. Die Showkarriere begann und der Preis dieser eleganten Pferde stieg. Heute zeigt das American Saddlebred zeigt Charme und Ausstrahlung, Intelligenz und Eleganz.
In den USA geht der Trend allmählich dazu, neben dem Showtalent wieder die Vielseitigkeit des Saddlebreds anzuerkennen. Es bewährt sich nach wie vor als Distanz-, Dressur-, Military (Olympiateilnehmer 1988 Frankreich), Spring-, Western- und Fahrpferd.
Die meisten Saddlebreds sind Viergänger. Sie gehen Schritt, Trab, Tölt und Galopp. Bei Showpferden soll der Trab viel Knieaktion, aber auch Raumgriff und Tempo haben, der Galopp soll versammelt in verkürztem Tempo präsentiert werden. Im Gelände trabt und galoppiert ein Saddlebred jedoch relativ normal. Es gibt jedoch auch Naturtölter.
